Landeskoordinierungsstelle Studienabbruch Bayern

Studienabbruchquoten in Deutschland

Die Studienabbruchquote für die deutschen Studienanfängerinnen und Studienanfänger der Jahrgänge 2012/2013 (Bezugsjahrgang: Absolventen und Absolventinnen 2016) in einem Bachelorstudium über alle Hochschularten und Fächergruppen liegt bei 28%. Damit verbleibt sie auf einem Niveau, das bereits für die vorangegangenen Studienanfängerjahrgänge ermittelt wurde.

Während an den Universitäten die Studienabbruchquote im Bachelorstudium bei einem Anteil von 32% verbleibt, kommt es an den Fachhochschulen zu einer Verringerung dieses Wertes von 27% auf 25%. Der Rückgang ergibt sich vor allem durch entsprechende Entwicklungen in den Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften (von 42% auf 34%), Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (von 21% auf 18%), Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften (von 31% auf 29%) sowie Gesundheitswissenschaften (von 31% auf 29%). In den Ingenieurwissenschaften steigt die Studienabbruchquote an den Fachhochschulen leicht von 33% auf 34%.

Im Bachelorstudium an Universitäten kam es zu einer Verringerung der Studienabbruchwerte in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (von 28% auf 24%) sowie in Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften (von 28% auf 25%). Erhöht hat sich dagegen die Abbruchquote in Geisteswissenschaften
(von 34% auf 37%), in Mathematik und Naturwissenschaften (von 37% auf
41%), in Ingenieurwissenschaften (von 33% auf 35%) sowie in Kunst und Kunstwissenschaften (von 23% auf 31%). In der Bachelorphase der gestuften Lehramtsausbildung beträgt der Abbruchwert 15%.

Im Masterstudium hat sich der Studienabbruch an Universitäten erhöht, die Quote liegt bezogen auf die Masterstudienanfänger und -studienanfängerinnen 2014 bei 19%, nach 15% für den Studienanfängerjahrgang 2012. Dieser Entwicklung liegt eine Zunahme des Studienabbruchs in Mathematik und Naturwissenschaften (von 8% auf 16%), in Ingenieurwissenschaften (von 8% auf 15%), in Agrar-, Forst und Ernährungswissenschaften (von 13% auf 21%) sowie in Geisteswissenschaften
(von 28% auf 30%) und ein gleichbleibender Studienabbruchwert in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (19%) zugrunde.

Im Masterstudium an den Fachhochschulen kommt es dagegen zu keinen Veränderungen beim Studienabbruch. Hier beläuft sich die Abbruchquote ebenfalls auf 19%. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften verbleibt dabei der Studienabbruchwert bei 23% und in den Ingenieurwissenschaften bei 17%.

In den Staatsexamensstudiengängen Medizin und Lehramt ist nach wie vor mit 6% bzw. 14% ein unterdurchschnittlicher Studienabbruch zu registrieren. Auch in den Rechtswissenschaften ist es zu keinen wesentlichen Veränderungen gekommen. Der Studienabbruch beträgt 28%. Bei Bildungsausländern wie Bildungsinländern fällt der Studienabbruch überdurchschnittlich aus. Im Bachelorstudium liegt die Studienabbruchquote leicht erhöht bei 45% (Bildungsausländer)
bzw. 46% (Bildungsinländer). Im Masterstudium beträgt der Studienabbruch - ebenfalls leicht erhöht - bei den Bildungsausländern 29% und bei den Bildungsinländern 33%.

Heublein, U., Schmelzer, R. (2018).
Die Entwicklung der Studienabbruchquoten an den deutschen Hochschulen. Berechnungen auf Basis des Absolventenjahrgangs 2016. DZHW-Projektbericht.

 

 

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